Gepostet im April, 2013

Was tun mit den UStrab-Baustellen?

Gepostet von am April 28, 2013 in Blog, Veranstaltung | Keine Kommentare

Im Rahmen eines halbtägigen Design Thinking Workshops, den ich zusammen mit dem Verein Karlsruher Software Ingenieure (VKSI) am 18.April in Karlsruhe in den wunderbaren Räumen des CyberForums veranstaltet habe, haben sich die 18 Teilnehmenden mit möglichen Lösungen zur – in Karlsruhe – leider nur zu bekannten UStrab-Baustellenproblematik beschäftigt: Wie kann man trotz Baustellen ein ansprechende Einkaufserlebnis sicherstellen? Wie können die Belästigungen für Anwohner reduziert werden und wie kann die Situation für Pendler verbessert werden?

Das waren die „Design Challenges“, mit denen die 3 Teams gestartet sind. Um dann in bunt gemischten Teams (vom Projektleiter für SAP Implementierungsprojekte, über mehrere Studenten bis hin zum Kommunikations-Coach) und angeleitet und  unterstützt von jeweils einem erfahrenen Design Thinking Coach die Fragestellung anhand des Design-Thinking-Prozesses anzugehen und zu bearbeiten.

Und schon die Rechereche-Phase an mehreren Karlsruher Strassenbahn-Haltestellen brachte die einen oder andere überraschenden Erkenntnis: Beispielsweise sind nicht „Lärm und Schmutz“ die Hauptärgernisse für Baustellen-Anwohner sondern vielmehr die fehlende Informationen über Baufortschritt und geplante Dauer. Oder die Frage, warum an manchene Tagen scheinbar nicht gearbeitet wird, obwohl das Wetter es zulassen würde.

Auch interessant: scheinbar werden vielen Baustellen, die garnichts mit der UStrab zu tun haben, über „einen Kamm geschert“ und auch mit der UStrab in Verbindung gebracht. Was meinst zu noch mehr Ärger führt.

Und auch der Wunsch nach „schöneren Baustellen“ war des öfteren zu hören: denn wenn schon auf Jahre Baustelle, warum dann nicht versuchen die Baustellen zumindest ein wenig „zu verstecken“. Das dies möglich ist, zeigen ja die einen oder anderen Verschönerungsaktionen, die man in Karlsruhe finden kann.

Basierend auf den Rechereche-Erkennnissen wurden dann typische Benutzer identfiziert, wie etwa der Beamte, der zwar ohne Belästigung den täglichen Weg zur Arbeit meistern möchte, die dafür nötigen Informationen aber „ganz ohne Aufwand“ und für ihn massgeschneidert bekommen möchte.

Nach gut 4 Stunden dann war „Showtime“ und die 3 Teams stellten ihre Prototypen aus Lego, Bauklötzen und Papier vor – gewürzt mit der einen oder anderen Rollenspiel-Einlage. Da gab es UStrab-Rikschas zu bewundern, die einen wahren Baustellen-Tourismus fördern sollen (und als Nebeneffekt dem einen oder anderen Studenten einen Nebenverdienst garantieren würden). Dem Pender wird die nötige Information als Mischung aus personalisierten SMS, persönlicher Ansprache durch Mitarbeiter des KVVs und durch ein ausgeklügeltes Farbleitsystem durch das Karlsruher Baustellen-Wirrwar bereitgestellt. Und den Einkauf-Queens wird ein im wahrsten Sinne des Wortes „himmlisches Einkaufserlebnis“ auf und über den Baustellen in der Kaiserstrasse angeboten.

Am Ende waren sich alle Teilnehmenden einig: erstaunlich wie schnell man zu ersten Ideen und Prototypen kommen kann, wenn man ein paar eigentlich ganz einfache Regeln befolgt: Beispielsweise in Teams arbeitet, nicht redet sondern viel mehr tut und vor allem zuallerst einmal die Betroffenen befrägt und „rausgeht“ um von ihnen zu lernen, bevor man sich über mögliche Lösungen Gedanken macht.

Alles in allem war das eine sehr gelungene Veranstaltung und ich freue mich auf geplante Fortsetzungen. Und wer weiss, vielleicht werden dann die Ärgernisse rund um die UStrab-Baustellen bald der Vergangenheit angehören und durch Nutzer- und Menschen-zentrierte Lösungen ersetzt, die von Design Thinkern gefunden wurden.

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Mutig sein.

Gepostet von am April 24, 2013 in Zitate | Keine Kommentare

„Denn diejenigen, die verrückt genug sind, zu denken, dass sie die Welt ändern könnten, werden diejenigen sein, die es tatsächlich tun.” – Steve Jobs

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Ideen Raum geben.

Gepostet von am April 24, 2013 in Vortrag | Keine Kommentare

Was braucht es, um Ideen Raum zu geben?

Wer sind die „richtigen“ Menschen dafür, welches Team macht das möglich? Welche (Frei-) Räume müssen geschaffen werden und was ist eine passende Heransgehensweise, die all das verbindet um letztendlich Ideen den Raum zu geben, den es braucht, um kreativ und innovation zu arbeiten – und Spass dabei zu haben.

Wann haben Sie die besten Ideen?

 

Ideen Raum geben. from Jochen Guertler
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Anerkennen was ist: Eine Einführung in Gestalttherapie

Gepostet von am April 24, 2013 in Vortrag | Keine Kommentare

Diesen Vortrag habe ich im Rahmen der SAP Coaching Community gehalten. Was ist Gestalttherapie? Was sind Ursprünge, Grundsätze und verwendete Methoden? Welche Haltung verbinde ich mit Gestaltarbeit und wie kann ich Gestalt und Coaching verbinden?

Einfuehrung in Gestalttherapie from Jochen Guertler
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feedback: why – how – what – when.

Gepostet von am April 24, 2013 in Vortrag | Keine Kommentare

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Dozent an der  School of Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam habe ich diesen Vortrag zum Thema „Feedback geben und nehmen“ gehalten.

Warum ist Feedback überhaupt wichtig und welche Rolle spielt Feedback im Design Thinking? Was ist überhaupt Feedback und was macht „konstruktives“ Feedback aus? Und wie gehe ich mit Feedback um, das vielleicht nicht immer positiv oder konstruktiv ist?

Ich freue mich über Ihr Feedback.

 

feedback : why – how – what -when from Jochen Guertler
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