Gepostet im Juli, 2014

Mut und Furchtlosigkeit

Gepostet von am Juli 17, 2014 in Blog | Keine Kommentare

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Mut ist für mich, über die eigenen Grenzen zu springen.
Mut ist für mich, meine eigene Komfortzone zu verlassen.
Mut ist für mich, mich auf „dünnes Eis“ zu begeben.
Mut ist für mich, all das zu tun, bei dem ich nicht weiss, ob es „gut“ geht. Ob ich das kann. Ob ich das schaffe.
Mut ist für mich, für mich Verantwortung zu übernehmen. Für mich zu sorgen. Und die Konsequenzen zu tragen, die das meist unweigerlich hat.
Mut ist für mich, mir meine eigene Verletztlichkeit und Unvollkommenheit einzugestehen, wirklich anzunehmen und diese auch zu zeigen.
Mut muss für mich nicht der radikale Schnitt sein. Sondern jeder kleiner Schritt hin zu mehr Glück und Zufriedenheit in meinem eigenen Leben.
Mut hat für mich viel mit Ehrlichkeit mir selbst und anderen gegenüber zu tun.
Mut ist für mich das immer wieder Aufstehen und das nicht Aufgeben.
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Furchtlosigkeit ist für mich oft „nicht echt“.
Furchtlosigkeit ist für mich aber auch bewundernswert.
Furchtlosigkeit ist für mich oft aufgesetzt.
Furchtlosigkeit ist für mich aber auch oft die Leichtigkeit des Seins.
Furchtlosigkeit gibt es für mich im Hier und Jetzt. im Gewahrtsein des Augenblicks. Jetzt. Jetzt. Und jetzt.
Furchtlosigkeit braucht vielleicht auch etwas Mut. Mut aber sicher keine Furchtlosigkeit.

Wahre Helden sind immer mutig aber nie ohne Furcht. Und gerade deswegen heldenhaft.

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Die Reise des Design-Helden

Gepostet von am Juli 10, 2014 in Blog | Keine Kommentare

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Im Zuge des dritten dtcamp, das am letzten Wochenende im SAP AppHaus in Heidelberg stattgefunden hat, hattte ich zusammen mit Nina Trobisch das Vergnügen die Teilnehmenden  auf ein kleines Experiment einzuladen.

Nina und mich beschäftigt ja schon seit einiger Zeit die Frage, ob und wie Joseph Campell´s Monomythos und das davon abgeleitete Heldenprinzip mit Design Thinking kombiniert und ergänzt werden kann. Daher wollten wir diese Veranstaltung nutzen, diese Frage einmal mit den Design Thinkern vor Ort zu diskutieren.

Nach einer kurzen Einführung und Herleitung ins Heldenprinzip war jeder der Teilnehmenden aufgerufenn, sich einen Veränderungsprozess bzw. eine Situation bei dem Veränderung anstand ins Gedächtnis zu rufen: sei es aus dem persönlichen Umfeld, einem organisatorischen bzw. beruflichen Umfeld, sei es ein Film oder eben auch ein Design-Thinking-Workshop oder -Projekt.

Anhand des Heldenprinzip-Leporello wurden die Teilnehmenden  durch die einzelnen Schritte geführt, wobei in jedem Schritt Zeit für eine eigene Reflektion bezogen auf den gewählten Veränderungsprozess war. So konnte die Teilnehmenden in die Welt des Heldenprinzips eintauchen und mit den eigenen Erfahrungen verbinden.

Danach gab es Zeit um in Kleingruppen über Gemeinsamkeiten, Unterschiede und besonders prägnante Schritte zu sprechen und sich auszutauschen.

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Die abschliessende Reflektion in der Grossgruppe ergab spannende Diskussionen und Impulse, die wir sicherlich weiterverfolgen werden. Grundsätzlich haben sich dabei u.a. die folgenden Schwerpunkte gezeigt, in denen das Heldenprinzip und Design Thinking sich ergänzen könnten bzw. wie das Heldenprinzip den Design Thinker in seiner Arbeit unterstützen kann:

Den Ruf klären. Es gibt oft viele Gründe, warum der Eine oder die Andere beim Design Thinking mitmacht: Persönliche Motivation. Druck vom Chef. Neugierde. Langeweile. Konkrete inhaltliche Fragen. Um dieser Vielfalt das darin schlummernde Konfliktpotential gleich zu Beginn der Reise zu nehmen, sollte der „Ruf“ eines jeden einzelnen geklärt werden und eine gemeinsame Mission gefunden werden.

Den ganzen Menschen einbinden. Im Design Thinking sprechen wir bekanntermassen ja die linke und rechte Hirnhälfte an. Wie bekommen wir aber das Herz und Seele dazu? Denn kein (Design-) Held kommt ohne aus und braucht auf seinen Abenteuern Herz und Verstand.

Die Angst der Menschen vor Veränderung. Oft sind Design-Thinking-Aktivitäten Ausdruck für den Wunsch eines Unternehmen oder einer Organisation nach Veränderung hin zu mehr Innovation und Agilität. Doch wie dabei dem einzelnen Mitarbeiter mögliche Ängste nehmen und ihn einladen auf ein „Design-Abenteuer“ im vielleicht allzu „unbekannten Land“ der Innovation?

Der Design Thinking Coach als Mentor. Der Design Thinking Coach sollte Ratgeber und Unterstützer sein – nicht Besserwisser oder abgehobener Experte. Und er wird auch dem Design-Thinking-Team nicht die Arbeit abnehmen, es aber bei allen anstehenden Prüfungen mit Rat und Tat unterstützen. Welches Verständnis von Coaching können wir ableiten und lernen von all den allseits bekannten Mentoren?

Nachhaltige Implementierung von Design Thinking. Was braucht es um Design Thinking nachhaltig in einer Firma oder Organisation zu implementieren? Wie können die konkreten Inhalte aber auch die persönliche Begeisterung und Motivation der Teilnehmende auch nach dem Ende konkreter Design-Thinking-Workshops oder –Projekte nachhaltig überleben? Wie kann der Design-Held „Meister zweier Welten“ werden?

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Mehr Fragen also als Antworten. Ich lasse mich überraschen, wohin uns die Reise des Design-Helden noch führen wird und welche Prüfungen zu bestehen sind.

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