Ein Reisebericht nach 10 Jahren als Design Thinker

Vielen Dank an Bettina Maisch, die mich eingeladen hat, innerhalb der Siemens Design Thinking Community über ein paar meiner Erfahrungen und Erkenntnissen nach 10 Jahren als Design Thinker zu reden.

Unter dem Titel „Nur Australien fehlt mir noch“ habe ich daher über rote Hosen, Sofware für deutsche Segler, Design Thinking in Afrika, Gestalttherapie, Facilitation und Persönlichkeitsentwicklung mit Hilfe eines Boxers gesprochen. Und vor allem natürlich darüber, wie all das für mich zusammenpasst und was ich daraus gemacht habe.

Der Vortrag hat mir grossen Spass gemacht und als Schmackerl von Bettina gibt es hier nun den Vortrag (fast) live und in Farbe. Viel Vergnügen!

Nur Australien fehlt mir noch!

Als ich vor mittlerweile über 10 Jahren zum ersten Mal „Design Thinking“ gehört, erlebt und gemacht habe, hätte ich wohl nicht damit gerechnet, dass mich dieses Thema so intensiv beschäftigen wird, wie kaum ein anderes Thema dies in meinem bisherigen beruflichen (und vielleicht auch privaten) Kontext getan hat.

Design Thinking war für mich das richtige Thema zur richtigen Zeit, weil ich dabei meine Begeisterung an der Arbeit mit Menschen mit der Arbeit an Innovation und Kulturveränderung kombinieren konnte – und bis heute kann. Daher fiel es mir nicht allzu schwer, mich darauf auf so unterschiedliche Weise einzulassen.

Zu Beginn noch in der fast schon legendären roten Hose, damals wie heute mit einer gesunden Portion Aufregung und „Lampenfieber“ und nach wie vor und mehr denn je mit viel Spaß, Neugierde und Motivation für neue Themen, Formate und Ansätze. Und sehr gerne auch in Kombination mit „allem Anderen“ was mich interessiert wie beispielsweise Persönlichkeitsentwicklung, Gestaltarbeit, die Heldenreise oder Facilitation im ganz Allgemeinen.

Design Thinking ist für mich weit mehr als (Kreativ-) Methode oder Innovations-Methodik. Es beschreibt für mich vielmehr eine (Arbeits-) Kultur, in der das Miteinander im Fokus steht, die das Machen immer vor dem (Zer-) Reden sieht, in der es zu Beginn immer um die richtige Frage geht, bei der ich neugierig sein darf und soll und bei der „Unfertiges“ als ein essentieller Schritt zum „Fertigen“ gesehen wird.

In diesem Sinne habe ich beim Design Thinking und als Design Thinker auch viel über mich gelernt, bin an meinen Aufgaben gewachsen und habe mich mehr als einmal gefragt „was ich denn nun hier schon wieder tue“. Irgendwie ging es aber immer gut und wenn nicht gehört Scheitern und Lernen ja zum Design Thinking wie das sprichwörtliche Amen in der Kirche.

10 Jahre Erinnnerungen und Gelerntes

Ich habe in den letzten Wochen ein wenig in meinem Design-Thinking-Erinnerungsspeicher „gekruschtelt“ und ein paar Artikel, Geschichten und Erlebnisse gefunden, die ich in einem kleinen aber feinen Buch zusammengefasst habe.

Der Eine oder die Andere wird sich dabei vielleicht selbst entdecken, und ich finde es ganz wunderbar, wie viele tolle Menschen, KollegenInnen und Freunde ich beim Design Thinking um mich herumgehabt habe und immer noch habe. Danke dafür.

Bleibt eigentlich nur eine Frage: wann endlich geht es nach Down-Under? Denn bei all den mittlerweile sicherlich hunderten Design-Thinking-Formaten rund um die Welt und auf (fast) allen Kontinenten fiel mir auf:

„Nur Australien fehlt mir noch!“

Das Buch wird es in naher Zukunft auch bei Amazon geben, wer jetzt schon neugierig ist, kann sich gerne bei mir melden und ich schicke es für Euro 10 an alle interessierten Design Thinker und solche, die es noch werden wollen.

Ich komme gerne mal vorbei, um zu erzählen

Ich habe basierend auf dem Buch einen 2-stündigen interaktiven Vortrag zusammengestellt und freue mich über Einladungen. Zwischen 10 und 100 Teilnehmer, egal wo. Ich komme gerne und mache das auch „für umme“, solange mir die Reisekosten ersetzt werden.

Ich möchte in der zweiten Jahreshälfte gerne 5 Vorträge machen und bin gespannt, wo das sein wird. Meldet Euch bei Interesse, ich freue mich drauf!

SAP UX Day 2019: Design Thinking Your Life

Dieser Artikel wurde im Original von Imke Vierjahn in der SAP User Experience Community publiziert. Vielen Dank dafür.

On February 19, at this year’s global SAP UX Day held in the Center for Art and Media (ZKM) in Karlsruhe, more than forty people attended a Design Thinking workshop of a different kind. It did not address customers’ endeavors on how to best digitalize their business or on how to innovate by introducing intelligent solutions. This workshop conveyed Design Thinking methods on how to improve people’s lives, their own lives. 

Seven steps around vital matters

After welcoming the workshop participants, Jochen Guertler, Design Thinking Coach at the SAP AppHaus Heidelberg, invited them to do a little warm-up practice. After that, he gave an overview on Design Thinking ideas and distributed prepared work sheets. The attendees were asked to find a colleague they did not yet know and form teams of two. Everyone should write down one personal question that concerned him or her at the moment. In a playful way, the partners should explore and collaborate along the following seven steps:

  1. Where does our shoe pinch? Which question concerns you at the moment?
  2. What is really behind it? – What would be the benefits for you?
  3. What do others think about? – Tell your partner about it and get feedback.
  4. What is most important now? – Choose one concrete aspect. Does this change your original question?
  5. How crazy can you be? – Find ideas to solve the problem! Go for wild ideas.
  6. What do you make out of it? – Select one of the ideas and detail it out a little bit.
  7. How do you start? – Define one concrete step you can do next week to start?

One key take-away of this workshop was the surprise to see how many creative ideas pop up in only one hour that two people dedicate to their personal questions. What’s more, in many cases the original question leads us to more urgent needs. For example, the question on how to do more for our fitness can also stand for the wish to go out more frequently, find new friends, or spend more time in nature. By the way, these experiences are common outcomes in business-related Design Thinking workshops, too

If you are interested to learn more about life design please have a look under redesign YOU, an initiative Jochen started some years ago together with Gina Schöler.

Feel free to run the redesign You Happy Hour also by yourself. You can download the sheet here. It would be great if you mention redesign YOU in case you use the template.

From programmer to Design Thinking coach

For those who wonder how a former programmer has become a Design Thinking coach and extended the idea to the sphere of personal development, such as in the workshop “Design Thinking Your Life”, we recommend to listen to his recent interview recorded by Tobias Maerz (only available in German). There, Jochen provides insights into his personal experiences. He explains how a combination of elements taken from Design Thinking and Gestalt therapy can support people when facing personal challenges. Both techniques emphasize the importance of exploring the why behind a question or problem, as a vital starting point. Through gaining new experience and continuing step-by-step, goals on a personal as well as on a professional level can be realized more efficiently. This approach underlines the practicability of Design Thinking and its potential impact on people’s everyday lives.

As an avid hiker, Jochen puts it as follows:

“To climb Mount Kilimanjaro you need endurance, and many small steps.”

This is also true for people to reach their goal and achieve long-term change.

Vom Programmierer zum Design Thinker

Ich habe mit Tobias März über mein Leben gesprochen und über meine berufliche Entwicklung in den letzten Jahren. Über meinen Traumberuf als Kind und über den einen oder anderen Tiefpunkt, aus dem aber immer auch viel Gutes entstanden ist.

Ich habe mich darüber sehr gefreut wünsche viel Spass beim Zuhören. Hier geht es zum Podcast.

Wenn das Wohnzimmer zum kreativen Arbeitsraum wird

redesign YOU Workshop in Karlsruhe

Viele  von uns  kennen das wohl: spätestens um den Jahreswechsel kommen sie regelmässig wieder. Die Gedanken daran wie es weitergehen soll? Im Privaten? Im Job? Mir mir ganz persönlich?

Und auch wenn die Antworten darauf nicht immer einfach sind, wird es dann nach Silvester oft ganz konkret: Dann werden Fitness-Abos gebucht, Jobs oder Beziehungen gekündigt, (gute) Vorsätze beschlossen, schlechte Gewohnheiten verabschiedet oder einfach nur Urlaubsreisen gebucht. Ohne Garantie auf dauerhaften Erfolg versteht sich.

Die Teilnehmenden des redesign YOU Workshops, den ich zusammen mit der Glücksministern Gina Schöler, Anfang Dezember in Karlsruhe durchgeführt habe, hatten in der Tat auch ganz konkrete Fragen und Gedanken, an denen wir in den knapp zwei Tagen auf gewohnt kreative, inspirierende und achtsame Weise gearbeitet haben.

Nachdem wir in den letzten Jahren schon Workshops im Kindergarten, im Künstler-Atelier, im Landhaus in der Toscana oder auch im Design-Thinking-Space durchgeführt haben, stand dieser Workshop ganz im Zeichen von vorweihnachtlicher Wohnzimmer-Wohlfühlatmosphäre in einem schmucken Karlsruher Altbau.

Dem Design-Thinking-Prozess folgend haben wir die Teilnehmenden zum kreativen Perspektivwechsel mit Herz und Verstand eingeladen. Haben Fragen in Frage gestellt und gerne auch umformuliert bevor wir Antworten darauf gesucht haben. Haben Ideen gesponnen und and die Wand gebracht. Haben ganz konkrete Pläne geschmiedet, uns aber auch Zeit für Stille und Refektion gegönnt. Und vor allem bei vielen Gesprächen und Begegnungen voneinander gelernt und miteinander gelacht.

Ausblick 2019

Wer  Lust hat, redesign YOU in 2019 selbst zu erleben, der kommt vielleicht zum nächsten Impulsabend im Februar vorbei, bei dem wir im Ella & Louis Jazzclub in Mannheim zu Gast sind. Oder kommt mit auf eine Reise zu sich selbst beim retreat im Oktober im wunderschönen Weigenheim,