{"id":2268,"date":"2015-12-12T10:30:12","date_gmt":"2015-12-12T09:30:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jochenguertler.de\/?p=2268"},"modified":"2015-12-12T10:30:12","modified_gmt":"2015-12-12T09:30:12","slug":"in-eisigen-hoehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jochenguertler.de\/?p=2268","title":{"rendered":"In eisigen H\u00f6hen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-130.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2270\" src=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-130.jpg\" alt=\"SoluKhumbu2015-130\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und wieder Sonnenschein pur am Morgen. Das Wetter verw\u00f6hnt uns wirklich nach Strich und Faden. Aber wie ich Markus schon gestern gesagt habe, kenne ich Nepal bis jetzt nur bei bestem Wanderwetter, denn das war in 2010 so und ist bis jetzt auch in 2015 so.<\/p>\n<p>Nach der gestrigen absoluten K\u00f6nigsetappe haben wir heute eigentlich sp\u00e4tes Fr\u00fchst\u00fcck um halb Neun, ich bin aber schon wach und sitze im sonnigen <em>dining room<\/em>. Das italienisch-spanische P\u00e4rchen im Zimmer neben uns hat lautstark mitgeholfen, dass ich schon wach bin, denn bei den wie in den Lodges \u00fcblich sehr d\u00fcnnen Sperrholzw\u00e4nden f\u00e4llt es schwer, nicht mitzuh\u00f6ren, was nebenan so vor sich geht: Ehestreit, Intimit\u00e4ten und aktueller Klatsch um nur die Klassiker zu nennen.<\/p>\n<p>Sperrholzplatten in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen und Dicken sind im \u00fcbrigen wohl ein wesentlicher Bestandteil aller Geb\u00e4ude in der Bergregion, und fast t\u00e4glich sehen wir so bewundernswerte wie bedauernswerte Tr\u00e4ger, die die Platten schwerbeladen \u00fcberall dorthin tragen, wo gebaut werden soll. Und dabei mitunter bis so 120 Kilogramm auf die meist recht schmalen Schultern packen. F\u00fcr mich nicht nachvollziehbar und wohl nur m\u00f6glich, weil schon die Kinder damit anfangen, gro\u00dfe Gewichte von A nach B zu tragen.<\/p>\n<p>Die Tr\u00e4ger werden nach Gewicht und Tagen bezahlt, und daher ist in diesem Fall wohl weniger nicht mehr und jeder Tr\u00e4ger versucht so viel wie m\u00f6glich mit sich zu schleppen. Und da es im gesamten Solu Khumbu keine Stra\u00dfen gibt, sind die Tr\u00e4ger lebensnotwenige Ein-Personen-Transportunternehmen, die ab und an unterst\u00fctzt von Yaks oder Maultieren, daf\u00fcr sorgen, dass alles zum Leben notwenige an die richtigen und vor allem auch entlegensten Stellen kommt.<\/p>\n<p>Ich f\u00fchle mich frisch und ausgeruht, nach dem gestrigen 12-st\u00fcndigen Bergmarathon ist das fast ein kleines Wunder wie ich finde.<\/p>\n<p>Am Vormittag des Vorvortages hatten wir uns in Richtung <em>base camp<\/em> aufgemacht und der gut drei-st\u00fcndige Spaziergang war nach dem Ruhetag die genau richtige Dosis \u201eBewegung\u201c, um unsere m\u00fcden Knochen wieder in Fahrt zu bringen.<\/p>\n<p>Markus, Peter, Pradap und die Tr\u00e4ger waren schon am Morgen aufgebrochen, um alle Zelte aufzubauen. Denn neben den 2-Mann-und-Frau-Zelten f\u00fcr uns tapfere Bergbesteiger gibt es ein K\u00fcchenzelt, in dem Naran f\u00fcr uns echte Leckereien zubereiten wird, sowie ein gro\u00dfes Speisesaalzelt, in dem wir ganz romantisch bei Kerzenschein unser Abendessen und das fr\u00fche Fr\u00fchst\u00fcck genie\u00dfen werden.<\/p>\n<p>\u201eFr\u00fch\u201c hei\u00dft in diesem Fall \u201esehr fr\u00fch\u201c, denn Pradap weckt uns schon kurz nach halb Drei mit seinem laut qu\u00e4kenden <em>Wake Up Song<\/em> aus seinem \u00fcberdimensionalen Handy. Da wir uns aber schon um 19 Uhr in unsere Zelten verzogen hatten, f\u00e4llt es mir leicht aus meinen Schlafsackfedern zu kommen.<\/p>\n<p>Die Nacht im Zelt war \u00fcberraschend entspannend und kuschelig. Meinem Schlafsack sei Dank! Da drau\u00dfen fast 20 Minusgrade zu vermelden waren, wanderten dieses Mal auch die Einlegesohlen meiner Wanderschuhe in den Schlafsack und ich warf mich vorsorglich schon in meine Thermounterw\u00e4sche.<\/p>\n<p>Trotz gew\u00e4rmter Einlegesohlen bekomme ich \u00fcbrigens den Tag \u00fcber durchaus kalte F\u00fc\u00dfe. Interessanterweise aber immer nur in Abwechslung mit den kalten Fingern. Beides zusammen bleibt mir zum Gl\u00fcck erspart, ich beneide aber dennoch Christian, der am fr\u00fchen Morgen mit beheizbaren Handschuhen aufwartet, die sich ganz wunderbar mit den beheizbaren Socken erg\u00e4nzen, die wiederum Markus anpreist.<\/p>\n<p>Den unvermeidlichen und n\u00e4chtliche Gang zur Toilette m\u00f6chte ich an dieser Stelle aber auch nicht vergessen, denn barfu\u00df bei diesen Minusgraden pinkelnd hinter unserem Zelt zu stehen und dabei von wirklich abertausend Sternen am wolkenlosen Himmel \u00fcber mir beobachtet zu werden, ist schon etwas ganz Besonderes.<\/p>\n<p>Nach dem wie gesagt sehr fr\u00fchen und auch sehr schnelle Fr\u00fchst\u00fcck, bei dem ich mich ausnahmsweise mit <em>porrige<\/em> zufriedengebe, bl\u00e4st Markus wieder einmal in sein imagin\u00e4res Bergf\u00fchrerhorn und wir brechen kurz nach halb Vier auf in Richtung Island Peak.<\/p>\n<p>Am Himmel die schon gew\u00fcrdigten Sterne und auf unseren K\u00f6pfen unsere Stirnlampen. So erleuchtet bahnen wir uns unseren Weg \u00fcber die ersten Serpentinen, die gleich recht steil loslegen. Markus geht vorneweg und gibt ein sehr entspanntes Tempo vor, auf das ich mich aber sehr gerne einlasse und mal weiter vorne und mal weiter hinter mitgehe.<\/p>\n<p>Jede Stunde legen wir eine Trinkpause ein, und ehe ich mich versehe geht die Sonne \u00fcber dem Horizont auf und wir haben schon die ersten 500 H\u00f6henmeter hinter uns gebracht.<\/p>\n<p>Mir geht es richtig gut. Peter, Andrea und Miriam zollen allerdings der H\u00f6he Tribut und Markus entscheidet sich, die Drei ins <em>base camp<\/em> zur\u00fcckzuschicken.<\/p>\n<p>Der Rest macht sich weiter auf in Richtung Gipfel und eine gute Stunde sp\u00e4ter stehen wir am sonnenbeschienenen Beginn des Gletschers. Jetzt hei\u00dft es umziehen und wir legen Steigeisen und Klettergut an.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-208.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2271\" src=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-208.jpg\" alt=\"SoluKhumbu2015-208\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr mich ein absolutes \u201eerstes Mal\u201c und wie das bei ersten Male so ist, bin ich ein wenig aufgeregt und verwechsle prompt links und rechts und lege die Steigeisen verkehr herum an, was Markus mit einem entspannten \u201edo stimmt was net junger Mann\u201c kommentiert und das kurzerhand und in Nullkommanix zurecht r\u00fcckt.<\/p>\n<p>Wir bilden zwei Seilschaften und ich h\u00e4nge von nun im wahrsten Sinne des Wortes sehr an Georg, Ellen und Markus. Markus geht nat\u00fcrlich voraus und meine alleralerersten Schritte auf Gletschereis f\u00fchlen sich sehr gut an. Die Sonne l\u00e4sst das Eis glitzern und gl\u00e4nzen \u2013 einfach wundersch\u00f6n.<\/p>\n<p>Der Gipfel zeigt sich mit einem Mal noch weit \u00fcber uns, und an dem steilen Hang, den es noch zu \u00fcberwinden gilt, m\u00fchen sich schon zwei weitere Seilschaften ab. Wir haben bis dorthin aber noch ca. 30 Minuten Galgenfrist.<\/p>\n<p>Der Gletscher wird steiler und steiler und dann noch steiler und so langsam wird mir ein wenig mulmig. Die Steigeisen geben mir aber richtig guten Halt und mit aller Kraft ramme ich diese bei jedem Schritt in das knirschende Eis unter mir.<\/p>\n<p>Auf Grund unserer Nicht-Erfahrung am steilen Eishang l\u00e4sst Markus Ellen von Lawang ans kurze Seil nehmen und k\u00fcmmert sich von nun an nur noch im Georg und mich. Mir ist es recht, denn ich bin schon lange ganz raus aus meiner waagerechten Komfortzone und kann jede Hilfe gebrauchen. Denn jetzt wird es mit fast 60 Grad wirklich steil \u2013 zumindest f\u00fcr mich. Markus hingegen klettert forsch voraus und sichert Georg und mich. Froh ist, wer am Seil eines sehr erfahrenen Bergf\u00fchrer h\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Die letzten Meter des Hanges kraxele ich einfach auf allen Vieren nach oben, versuche nicht daran zu denken, wo ich mich gerade befinde und stell mit vor, dass ich einfach einen glattpolierten und vor allem waagrechten Boden entlangkrabbele.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-214.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2274\" src=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-214.jpg\" alt=\"SoluKhumbu2015-214\" \/><\/a>Doch dann bin ich oben, und hole erstmals ganz ganz tief Luft. Zum Gipfel geht es aber noch \u00fcber einen gut 100 Meter lange nur ein wenig flacheren Grat, an dem uns Markus wieder Seill\u00e4nge um Seill\u00e4nge nach oben f\u00fchrt. Und sogar Zeit hat, uns in echter Siegerpose abzulichten.<\/p>\n<p>Der Grat ist einen guten halben Meter breit und im Grunde problemlos zu begehen. Die Breite des Grates folgt aber unter Bergsteigern den gleichen Gesetzen wie die Gr\u00f6\u00dfe des geangelten Fisches unter Anglern: je \u00f6fter man davon erz\u00e4hlt, wird der Grat schm\u00e4ler und schm\u00e4ler und wenn ich es mir recht \u00fcberlege, war der Grat keine 10 Zentimeter breit und wir sind sind mutig dar\u00fcber balanciert.<\/p>\n<p>Mit ganz viel Puste, ordentlich Nervenkitzel, Herzklopfen und einer guten Portion \u201eeinfach machen\u201c stehe ich dann kurz nach 10 Uhr tats\u00e4chlich auf dem Gipfel des Island Peak auf 6189 Meter. Der Wahnsinn!<\/p>\n<p>Der Gipfel hat allenfalls die Gr\u00f6\u00dfe von meinem Badezimmer und wenn ich mir vorstelle, dass sich darin ca. 20 Leute versammeln, kann man sich vorstellen, wie eng es nun zugeht \u201eganz oben\u201c.<\/p>\n<p>Aber was soll\u00b4s: traumhaft trifft es vielleicht am Besten. Absolut windstill, strahlende Sonne, tiefblauer Himmel und um uns herum wieder einmal die ganze Himalaya-Pracht: Auf der einen Seite erhebt sich die riesige Lhotse S\u00fcdwand noch weitere fast unglaubliche 2,5 Kilometer in den Himmel. Auf der anderen Seite schweift der Blick vom Makalu im Osten, \u00fcber den Baruntse bis zur Nordseite der Ama Dablam&#8230; Und wir mitten drin. Und voll dabei.<\/p>\n<p>Ich mache Gipfel-Selfies mit allen, eine Videobotschaft f\u00fcr zuhause und dann genie\u00dfe ich nur! Ich habe es doch tats\u00e4chlich geschafft und stehe wie gesagt auf 6189 Meter. Genial! Wunderbar! Und ich bin stolz wie Harry.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-216.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2272\" src=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-216.jpg\" alt=\"SoluKhumbu2015-216\" \/><\/a><\/p>\n<p>Habe ich schon erw\u00e4hnt, dass ich auf 6189 Meter stehe?<\/p>\n<p>Doch wer rauf will, muss irgendwann auch wieder runter. Und die n\u00e4chsten Stunden werden ein ganz langer und am Ende auch schmerzhafter Marsch zur\u00fcck ins <em>base camp<\/em> und dann weiter zu unserer Lodge in Chukung.<\/p>\n<p>Zuerst aber lassen wir uns am gut 150 Meter langen Fixseil abseilen. Vorbei an einer Gletscherspalte, die sich Ellen gerne genauer anschauen w\u00fcrde. Ich sage aber nur schnell \u201eHallo\u201c und lass mich z\u00fcgig am Seil hinunter gleiten.<\/p>\n<p>Den Hund, den wir wundersamer Weise am Gipfel angetroffen habe, und der offensichtlich wohl irgendwie rauf gekommen ist, nun aber nicht wei\u00df, wie er wieder runter kommt, wird von Georg kurzerhand Huckepacke genommen und begleitet uns noch \u00fcber den Gletscher, bis er sich ohne gro\u00dfes Aufsehen von uns verabschiedet.<\/p>\n<p>Am Ende des Gletschers packen wir Steigeisen und Klettergurt wieder in unsere Rucks\u00e4cke. Ich habe aber gro\u00dfe Lust, mal wieder \u00fcber einen Gletscher zu wandern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-221.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2273\" src=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-221.jpg\" alt=\"SoluKhumbu2015-221\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich befestige eine Gebetsfahne f\u00fcr mich und als Dankesch\u00f6n an den Wandergott, dass alles gut gegangen ist und ich all das erleben darf.<\/p>\n<p>Die 5 Farben der Gebetsfahnen symbolisieren \u00fcbrigens f\u00fcr alle, die es gerne besser wissen wollen, die 5 Elemente:<\/p>\n<ul>\n<li>Blau \u2013 Himmel<\/li>\n<li>Wei\u00df \u2013 Wasser<\/li>\n<li>Rot \u2013 Feuer<\/li>\n<li>Gr\u00fcn \u2013 Luft<\/li>\n<li>Gelb &#8211; Erde<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich lasse mich mit Ellen und Markus ans Ende unserer Truppe fallen und habe trotzdem M\u00fche den Beiden zu folgen. Erst jetzt sehen wir, wie steil und ausgesetzt der Weg ist, den wir in der Nacht aufgestiegen sind, und ich bin froh, dass ich das heute Nacht im doch recht bescheidenen Stirnlampenschein gar nicht richtig wahrgenommen habe.<\/p>\n<p>Doch auch jetzt geht es nur um den n\u00e4chsten Schritt und den mache ich zwar immer langsamer aber auch kontinuierlich, und so komme ich als gl\u00fccklicher Letzter fast p\u00fcnktlich zur Mittagszeit im base camp an, wo wir uns alle ersch\u00f6pft aber sehr stolz umarmen und von den fr\u00fcher Zur\u00fcckgekehrten in Empfang genommen werden, die in der Zwischenzeit offensichtlich auch sehr flei\u00dfig waren, denn fast alle Zelten liegen schon verpackt zum Abtransport bereit..<\/p>\n<p>Naran hat in seinem doch sehr provisorischen Kochzelt eine wunderbare <em>veg noodle soup<\/em> gezaubert, die ich gierig verschlinge und mir zumindest ein wenig neue Energie einhaucht.<\/p>\n<p>Ich lasse ein laut-krachendes Zicke-Zacke-Zicke-Zacke-Hoi-Hoi-Hoi auf Markus erklingen und die Tr\u00e4ger liegen lachend am Boden, als sie uns m\u00fcden Bergkrieger so schreien h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Doch die letzte Etappe des Tages fehlt noch, und so machen wir uns bald wieder auf in Richtung Chukung und ehe ich mich versehe bin ich wieder einer der Letzten, die sich nach Hause schleppen. Den Weg, den wir am Vortrag noch entspannt in drei Stunden spaziert sind, kommt mir nun mindestens doppelt so lange vor, und ein ums andere Mal bin ich kurz davor in einen Erm\u00fcdungssitzstreik zu treten.<\/p>\n<p>Die letzte halbe Stunde kann ich mich durch ein Gespr\u00e4ch mit einem netten amerikanischen Wanderer ablenken, der die gleiche Tour wie wir nur umgekehrt angehen m\u00f6chte. Ganz alleine und mit minimalen Gep\u00e4ck, wie er mir versichert. Davor habe ich gro\u00dfen Respekt und Englisch schwatzend laufen wir kurz nach 4 Uhr am Nachmittag ins Ziel sprich in den <em>dining room<\/em> unserer Lodge ein.<\/p>\n<p>Geschafft! Fix und fertig! Saum\u00e4ssig stolz! Erf\u00fcllt von einem wahnsinnig intensiven Gipfelerlebnis. Und hungrig und durstig.<\/p>\n<p>Die <em>Coke<\/em> ist schnell bestellt und die <em>coconout cookies<\/em> schmecken ganz wunderbar. Die Warteschlange vor der hot shower h\u00e4lt sich in Grenzen und als ich keine Stunde sp\u00e4ter frisch geduscht zum Abendessen komme, bin ich schon wieder zu Sp\u00e4\u00dfen aufgelegt.<\/p>\n<p>Zusammen mit Peter sto\u00dfe ich mit dem ersten Bier seit Wochen auf den Gipfelerfolg an und bei <em>veg fried pasta with tomato<\/em> gibt es an diesem Abend viel zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Nach den schon traditionellen UNO-Runden falle ich gegen halb 10 todm\u00fcde aber gl\u00fccklich und zufrieden in mein Schlafsackbettchen und verschlafe tief und fest dieses Mal sogar die n\u00e4chtliche Pinkelpause.<\/p>\n<p><em>Danke f\u00fcr diesen Tag, den ich mit Sicherheit nicht mehr vergessen werde!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und wieder Sonnenschein pur am Morgen. Das Wetter verw\u00f6hnt uns wirklich nach Strich und Faden. 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