{"id":2284,"date":"2015-12-14T21:56:39","date_gmt":"2015-12-14T20:56:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jochenguertler.de\/?p=2284"},"modified":"2016-04-14T10:02:47","modified_gmt":"2016-04-14T09:02:47","slug":"party-on","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jochenguertler.de\/?p=2284","title":{"rendered":"Party On"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-226.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2288\" src=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-226.jpg\" alt=\"SoluKhumbu2015-226\" \/><\/a><\/p>\n<p>So das w\u00e4re geschafft \u2013 fast wieder zur\u00fcck in der Heimat. Wir sind gl\u00fccklich und zufrieden in Lukla eingetroffen, dem Ausgangspunkt unserer so eindr\u00fccklichen Wanderung durch das Solu Khumbu.<\/p>\n<p>Der letzte Tag auf den Beinen stand f\u00fcr mich im Zeichen des Abschied nehmen. Schon um 7 Uhr in der Fr\u00fch hat Pradap uns zum Fr\u00fchst\u00fcck bestellt und ich bleibe standhaft und st\u00e4rke mich auch heute mit einem leckeren <em>tibetian bread with jam and honey<\/em>.<\/p>\n<p>Kurz nach 8 Uhr sind wir dann schon unterwegs und die morgendliche Frische vertreibe ich schon nach wenigen ersten Schritten. Zumal die Sonne schon \u00fcber die Berggipfel blinzelt und uns auch heute wieder den ganzen Tag \u00fcber begleiten wird.<\/p>\n<p>Da wir den Weg schon vom Beginn unserer Tour kennen, gibt es keine gr\u00f6\u00dferen \u00dcberraschungen, allerdings sorgt die umgekehrte Perspektive das eine oder andere Mal f\u00fcr in der Tat neue Ansichten und ich bleibe ein ums andere Mal stehen und schau mich um.<\/p>\n<p>Ich schau mir nochmals den Mount Everest an, wage mich wieder \u00fcber die Hillary Bridge, die mir f\u00fcr einen kurzen Moment sogar ganz alleine \u201egeh\u00f6rt\u201c, bevor mich eine imposante Yak-Karawane zum Weitergehen auffordert.<\/p>\n<p>Nicht bevor ich eine Gebetsfahne in der Mitte der Br\u00fccke anbringe und das eine Ende im Wind flattern lasse: f\u00fcr alle Daheimgebliebenen, auf das sie genauso luftig und leicht die Sonnenseiten des Leben genie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Unsere vorgezogene Mittagspause machen wir auf der Gartenterrasse einer weiteren <em>german bakery<\/em> in Phakting und wir belassen es dieses Mal nicht bei einfacher cinnamon role sondern g\u00f6nnen uns den schokoladigsten Schokoladenkuchen.<\/p>\n<p>Der Rest unserer fidelen Wandertruppe hat es offensichtlich eiliger als ich, denn ich bewege mich fast den ganzen Tag am Ende. Ich nehme mir aber Zeit um Tsch\u00fcss zu sagen, mache viele Fotos oder plaudere mit Pradap \u00fcber vergangene und zuk\u00fcnftige Abenteuer. Seine Leidenschaft ist die Tierfotografie und er erz\u00e4hlt mir mit leuchtenden Augen von der demn\u00e4chst anstehenden Foto-Safari, die er f\u00fcr Gleichgesinnte organisiert hat und die ihnen dann wenn alles gut geht sogar echte Schneeleoparden vor die Linse bringen wird.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen Teepause geht es dann auf die wirklich letzte Etappe, die ich zusammen mit Markus zur\u00fccklege. Und kaum zu glauben aber wahr: wir \u00fcberholen sogar den einen oder anderen Tr\u00e4ger, so h\u00f6hentrainiert sind wir nun. Wir tragen aber nat\u00fcrlich auch weit weniger Gep\u00e4ck, aber ich f\u00fchle mich schon gut trainiert und die letzte Steigung hinauf nach Lukla ist mehr Genuss als Anstrengung.<\/p>\n<p>Um kurz nach 14 Uhr ist es dann soweit: ich schreite durch das bunt leuchtenden Tor kurz vor Lukla, dass sowohl Beginn als auch Ende des Nationalparks markiert, lasse eine lauten Jauchzer los und lasse mir von Markus zur erfolgreich bestandenen Tour durch das Solu Khumu gratulieren.<\/p>\n<p>Nach und nach trifft auch der Rest ein, und so stellen wir uns zum letzten <em>clearskies<\/em>-Mannschaftsfoto direkt vor dem kunterbunten Tor auf. Viele strahlende und stolze Gesichter, denen aber die Anstrengungen der letzten Wochen durchaus anzusehen ist.<\/p>\n<p>Auch an mir sich diese nicht spurlos vorbeigegangen. Mein rot-grauer Bart ist sicherlich l\u00e4nger denn je und ich habe wohl auch ein paar Kilogramm weniger auf den doch recht d\u00fcnnen Rippen. Meine Wanderhose schlappert jedenfalls ganz sch\u00f6n um die H\u00fcfte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-174.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2287\" src=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-174.jpg\" alt=\"SoluKhumbu2015-174\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich verteile meine restlichen Schoko-Rosinen-Vorr\u00e4te an zwei kleine M\u00e4dels, die daraufhin erwartungsgem\u00e4\u00df s\u00e4mtliche Nachbarskinder alarmiert, dass es hier \u201ewas zu holen gibt\u201c. Ich freue mich dar\u00fcber, denn so finden auch die wenigen M\u00fcsliriegel, die ich noch auf Lager habe, freudige Abnehmer.<\/p>\n<p>Heute ist wieder eines der vielen Feste, die sich f\u00fcr mich alle wie eine Mischung aus Fasching, Halloween, Weihnachten und Silvester anf\u00fchlen. Daher sind die Stra\u00dfen erf\u00fcllt mit viel Musik und lachenden Menschen. Ich kann mir kaum eine sch\u00f6nere Willkommensstimmung vorstellen.<\/p>\n<p>Am Abend feiern dann auch wird. Zusammen mit Pradap, Lawang, Naran und allen Tr\u00e4gern. Es gibt Dhal Bhat f\u00fcr alle, Freibier und eine sehr umfangreiche Tombola, bei der wir uns von zwar liebgewonnenen aber auch in die Jahre gekommenen Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde trennen. Die Tr\u00e4ger freuen sich sehr dar\u00fcber und ich lasse meine Hose, meine Jacke, zwei T-Shirts, eine Trinkflasche und meine Wanderstiefel zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ich sitze beim Essen zwischen den Tr\u00e4gern und auch wenn wir kein gemeinsames Wort sprechen k\u00f6nnen, f\u00fchlen wir uns wie eine gro\u00dfes Familie. Wir lachen, wir trinken \u2013 und wir tanzen. Und zwar wie wild!<\/p>\n<p>Aber Feste muss man(n) feiern, wie sie fallen und wir haben allen Grund dazu finde ich. Als dann noch eine singende und tanzende Kindergruppe zust\u00f6\u00dft gibt es f\u00fcr mich kein halten mehr und ich werfe Jungs und M\u00e4dels durch die Luft, schie\u00dfe aus der H\u00fcfte etliche Selfies und lege mir sogar die Monstermaske von einem der J\u00fcngsten an und h\u00fcpfe wie wild um den bollernden Ofen in der Mitte der \u201eTanzfl\u00e4che\u201c.<\/p>\n<p>Der eindrucksvolle Stapel, aus gelehrten Bierdosen am Ende des Abends hat dann fast Island Peak Niveau und spricht B\u00e4nde: schee war\u00b4s !<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-177.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2286\" src=\"https:\/\/www.jochenguertler.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SoluKhumbu2015-177.jpg\" alt=\"SoluKhumbu2015-177\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So das w\u00e4re geschafft \u2013 fast wieder zur\u00fcck in der Heimat. 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